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Weiterbildung/ Text-Management/ Design


















































































































































Newsletter Nr. 06/ Oktober 2005


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum sechsten Mal erreicht Sie heute mein Newsletter mit Angeboten für die Lehrerweiterbildung. Erneut habe ich versucht, so aktuell wie möglich zu sein und Ihren Wünschen entgegenzukommen. Natürlich dürfen Sie auch weiterhin Veranstaltungen aus den letzten Newslettern buchen. Sie finden alle Newsletter nach wie vor auf meiner Website www.text-und-web.de , die sich auf Ihren Besuch freut.
Wie Sie sicher wissen, ziele ich mit bestimmten Angeboten - etwa den Themen 3 und 4 in diesem Newsletter - zunehmend auf Fachschaften, für alle Lehrer der Schule offene Fachschaftstagungen bzw. auf innerschulische Weiterbildungsformen, bei denen ich mir auch die Teilnahme interessierter Eltern und Schüler vorstellen kann. So könnte das Klima einer fächerübergreifenden "Lesefreundlichkeit" an Ihrer Schule nicht nur Theorem bleiben. Ich wäre Ihnen als überregionale Multiplikatoren in diesem Zusammenhang sehr dankbar, wenn Sie mir helfen könnten, die in den Schulen verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen in Zukunft noch besser zu erreichen. Machen Sie also bitte auf meine Angebote aufmerksam bzw. geben Sie sie an die Fachschaftsleiterinnen und - leiter weiter.
Und nun hoffe ich, dass das eine oder andere Thema auch Ihnen entgegenkommt, freue mich auf ein Wiedersehen in Ihrer Schule und verbleibe

mit freundlichen Grüßen als
Ihr
Dietmar Jacobsen


Veranstaltungsangebot 1: Helden gestern und heute
oder
Warum die gegenwärtige Literatur Helden im klassischen Sinne kaum mehr kennt
Veranstaltungsdauer: 2 bis max. 5 Stunden
Kurzbeschreibung:

Diese Veranstaltung reagiert auf das neue Abitur-Rahmenthema "Heldenvorstellungen von der Antike bis zur Gegenwart". Sie bietet einen Überblick über die Entwicklung des Heldenbegriffs von Homer bis Ernst Jünger und nähert sich der modernen Literatur mit der Fragestellung, warum es Helden im klassischen Sinne heute nicht mehr gibt. Die Argumentation wird untermauert durch Blicke auf herausragende Werke der zeitgenössischen deutschen Literatur, u.a. die Neufassung der "Nibelungen" durch den Dramatiker Moritz Rinke.


Die aktuelle Rezension:

Wer meine Veranstaltungen zu aktuellen Texten aus der Weltliteratur schon einmal besucht hat, wird sich sicher erinnern, dass ich auf die Werke des in Paris lebenden Tschechen Milan Kundera immer mit besonderem Enthusiasmus eingehe. Jetzt hat Kundera ein neues Buch geschrieben, keine Fiktion diesmal, sondern Betrachtungen zum Roman der letzten 500 Jahre. Dass mich das nicht sonderlich vom Stuhl gerissen hat, können Sie in meiner Rezension unter www.text-und-web.de/milan_kundera05.html nachlesen. Dass der Herbst 2005 aber auch ohne Kundera einer der literarisch fruchtbarsten in der letzten Dekade war, würde ich Ihnen gerne in einer gemeinsamen Veranstaltung demonstrieren.


Veranstaltungsangebot 2: Gedichte interpretieren. Etwas Theorie und viel Praxis
(Texte interpretieren II)
Veranstaltungsdauer: 2 bis max. 5 Stunden
Kurzbeschreibung:

"Gedichte sind hochkomplexe Sprachsysteme, kommunikabel und inkommunikabel zugleich", hat der kürzlich verstorbene Dichter Thomas Kling 1997 festgestellt. Er machte damit zum einen darauf aufmerksam, dass wir es bei der Lyrik mit jener literarischen Gattung zu tun haben, die ihre Themen auf's Konsequenteste formt, komprimiert und häufig auch verschlüsselt. Zum anderen hob er darauf ab, dass bei jeder Gedichtinterpretation immer ein Rest bleibt, der sich gültiger Erklärung verschließt. Und doch waren und sind Gedichte feste Bestandteile des Deutschunterrichts und als solche auch Objekte methodisch gelenkter Untersuchung. Wie letztere heute aussehen könnte, ist das Thema dieser Weiterbildungsveranstaltung. Dabei werden - wie es die Überschrift verspricht - neuere Forschungsansätze vorgestellt und deren Praktikabilität für die Schulpraxis überprüft, ehe an konkreten Beispielen gearbeitet werden soll.


Mein Surftipp:

Lyrikseiten gibt es viele im Internet. Aber nicht alle halten auch, was sie versprechen. Ich konsultiere seit Jahren mit großem Gewinn www.lyrikline.org Hier erfährt man nicht nur das Neueste aus der weiten Welt der Gedichte und Gedichtemacher, sondern findet auch Text- und Hörproben von vielen namhaften Autoren. Doch auch, wer nur nach einem Geburtsdatum sucht oder wissen möchte, wie der aktuelle Titel eines seiner Lieblingsdichter heißt und welche Preise wer in letzter Zeit gewonnen hat, wird auf der leicht überschaubaren Seite schnell fündig.


Veranstaltungsangebot 3: Die Dichter und das runde Leder
Fußball in der deutschen Literatur - Aus Anlass der Fußball- WM 2006 in Deutschland
Veranstaltungsdauer: 2 bis max. 5 Stunden
Kurzbeschreibung:

Vom 9. Juni bis zum 7. Juli (Finalspiel in Berlin) 2006 findet in Deutschland die 18. Fußballweltmeisterschaft statt. Man kann jetzt schon sagen: Es wird DAS Ereignis des Jahres! Alle versprechen sich etwas von den Kicker-Festspielen: die Politik, die Wirtschaft und - nicht zuletzt - Millionen von Fans.
Nicht wenige davon gehen in Thüringen zur Schule. Und sie würden nicht schlecht staunen, für wie viele deutsche Dichter - Nobelpreisträger und solche, die es werden wollen - Fußball zum literarisch ergiebigen Stoff geworden ist.
Diese Veranstaltung versucht sich an einem Überblick. Sie stellt Autoren und viele Gedichte und Prosatexte vor, damit alle Kolleginnnen und Kollegen fachgerecht gerüstet sind, wenn in diesem Land nur noch über eines gesprochen werden wird, das runde Leder. Vielleicht findet ein Teil des kulturellen Rahmenprogramms der WM dann ja auch in Thüringer Klassenzimmern statt.


Erinnern Sie sich noch an ...
Heinrich Heine?

Tja, schon wieder ein Großjubiläum. Ein reisender Ironiker wird 2006 zu feiern sein - wir begehen den 150. Todestag von Heinrich Heine. Mein Deutschlehrer hat ihn weiland noch unter die Kommunisten gezählt. Das war wohl erbetechnisch ein wenig zu weit gegriffen. Aber politisch engagiert und kritisch gegenüber allen Formen von Herrschaft war er bestimmt. Wenn auch dem schnöden Mammon und all jenen Dingen, die sich mit dessen Macht erwerben ließen, nicht unbedingt abgeneigt. Heute würde man wohl sagen: ambivalent.
Immerhin: Einen Polemiker und Stilisten seines Ranges muss man in der deutschen Literatur lange suchen. Er führte die Alltagssprache in die Lyrik ein, erhob Feuilleton und Reisebericht zu geachteten Kunstformen und wurde seinerzeit im Ausland mehr geschätzt (und auch übersetzt!)als die Konkurrenz zu Weimar.
Wenn Sie möchten, dann können wir gemeinsam - in Erinnerung an Heines Kunst der Reisebeschreibung sozusagen - modernen Dichtern auf ihren Deutschland-Touren folgen und dabei nachsehen, was sie von Heine geerbt und gelernt haben und wie Reiseliteratur heute funktioniert.


Veranstaltungsangebot 4: Aktuelles aus der Weltliteratur/ Aktuelles aus der deutschsprachigen Literatur
Veranstaltungsdauer: 2 bis max. 3 Stunden
Kurzbeschreibung:

Diese Veranstaltung läuft seit mehr als 15 Jahren an Thüringer Schulen im Rahmen der Lehrerweiterbildung. Sie informiert über die wichtigsten Neuerscheinungen der jeweils letzten Jahre, versucht, Entwicklungen zu bündeln und auf herausragende Autoren der Gegenwart und deren Werk aufmerksam zu machen. Gedacht ist sie in erster Linie zur persönlichen Orientierung und literarischen Bereicherung von Lehrern und Lehrerinnen, möchte aber darüber hinaus auch Impulse für den tagesaktuellen Literaturunterricht geben. Sehr geeignet ist sie ebenfalls für offene Fachschaftstagungen, in denen Deutschlehrer über das Medium Buch in fruchtbaren Austausch mit anderen Kolleginnen und Kollegen an ihren Schulen treten können.


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Mein Newsletter 07/ 2006 wird Sie mit Ihrer freundlichen Zustimmung im April des kommenden Jahres erreichen. Gerne würde ich wieder auf Ihre ganz speziellen Wünsche für interessante und lehrreiche Weiterbildungsveranstaltungen eingehen. Setzen Sie sich zu diesem Zweck doch einfach mit mir in Verbindung. Und bleiben Sie vor allem gesund über die Jahreswende hinweg! Mit freundlichen Grüßen aus Erfurt

Ihr
Dr. Dietmar Jacobsen



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